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Bauarbeiter im Unterricht an der ETH Zürich, 1946  

 

 

 

Bildquelle: ETH Bildarchiv, Link        

Projekte

Der Verein setzt sich durch unterschiedliche Projekte für die Förderung von Bildung ein.

Workshop: «Was ist Geschichte?»

Der Workshop setzt sich auf interaktive und entdeckende Weise mit dem Thema Geschichte auseinander. Ziel ist es, dass sich die TeilnehmerInnen mit verschiedenen Quellengattungen wie beispielsweise Briefen, Fotografien, Objekten und Ähnlichem befassen und dadurch ihren eigenen Umgang mit Geschichte reflektieren. Gleichzeitig erkennen sie, dass Geschichte im Alltag allgegenwärtig ist.

Der Workshop besteht aus drei Teilen. In der Einleitung führen HistorikerInnen in das Thema ein und leiten zur Fragestellung des Workshops («Was ist Geschichte?») über. Im Hauptteil befassen sich die TeilnehmerInnen in Gruppen mit unterschiedlichen historischen Quellen und entdecken gemeinsam deren Geschichte. Im Schlussteil werden die gewonnenen Erkenntnisse ausgetauscht und die einleitenden Fragen diskutiert.

Ein Pilotworkshop konnte in Zusammenarbeit mit dem Schweizerischen Arbeiterhilfswerk (SAH) Schaffhausen im Rahmen eines speziellen Sommerprogramms durchgeführt werden und war ein voller Erfolg!

Bild Objekte

Bild Objekte

Workshop: «Ortsmuseum»

Lokale Ortsmuseen müssen nicht alt, langweilig und verstaubt sein. Wir führen auf spannenden und interaktiven Geschichtsreisen durch die Lokalgeschichte. Dabei setzten wir den Schwerpunkt auf die lebendige Vermittlung und beziehen die bestehende Ausstellung in unsere Führung mit ein. Wir verlassen aber auch die Museumsmauern und schauen uns in der Ortschaft selbst nach geschichtsträchtigen Orten um. Denn diese Orte sind oft dort zu finden, wo man sie nicht erwartet.

Die Führungen passen wir an das jeweilige Publikum an. Dadurch wird Lokalgeschichte für alle zugänglich:

  • Schülerinnen und Schüler
  • Migrantinnen und Migranten
  • Firmenanlässe
  • Vereine
  • etc.

Wichtig ist uns dabei, die Ortsmuseen für Menschen zu öffnen, die sich sonst eher nicht dorthin verirren.

Das Bild zeigt eine Führung durch das Ortsmuseum Opfikon mit einer Klasse der vierten Primarschule eines lokalen Schulhauses. Für viele der Kinder war dies der erste Besuch in einem Museum. Ein Artikel aus dem Stadt-Anzeiger beschreibt die Führung.

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«Der Einsatz von Objekten im Unterricht macht Geschichte wortwörtlich greifbar. Die Schülerinnen und Schüler werden mit einer im Schulzimmer und in Lehrmitteln selten in dieser Qualität verfügbaren Dimension von Geschichte konfrontiert: der Materialität von Gegenständen, ihren Gerüchen, ihren Farben, ihrer Haptik. Das ermöglicht zum einen, Distanz zu einem historischen Thema zu überwinden, und hat zum anderen ein grosses (quellen-)analytisches Potenzial.»

 

Zitat eines Mittelschullehrers

 Bildquelle: Schulklasse in einer Ausstellung, 1947, ETH Bildarchiv, Link        

Historische Objekte an Schulen

Historische Objekte üben eine Faszination aus. Genau diese Faszination möchten wir im Unterricht vermitteln und die Schülerinnen und Schüler selber entdecken lassen. Häufig sind historische Objekte allerdings nicht zugänglich, sie sind in Museen hinter Glasvitrinen verborgen. Ein weiteres Problem ist, dass es für Lehrpersonen oft nicht möglich ist, Zeit für einen Museumsbesuch zu finden. Deshalb sollen ausgewählte Objekte - vorbereitet zu unterschiedlichen Themen - den Lehrpersonen zur Verfügung gestellt werden.

Der Nutzen von historischen Objekten im Unterricht wird von der Fachdidaktik bestätigt:

«Alles in allem können Sachquellen in besonderer Weise für die Beschäftigung mit Geschichte motivieren, Interesse an Geschichte auslösen und "forschendes Lernen" in Gang setzen - eine Chance, die im Unterricht viel häufiger als üblich genutzt werden sollte.» (Michael Sauer: Geschichte Unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze 2015, S.203-205)

Um historische Objekte den Schulen zugänglich zu machen, werden wir mit der Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte zusammenarbeiten, die eine bedeutende Sammlung solcher Objekte besitzt. Auf lokaler Ebene bieten sich zudem die Sammlungen der zahlreichen Orts- und Dorfmuseen an.

Die Abbildung zeigt die Sammlung des dänischen Forschers Ole Worm (1588-1654). Er nutzte seine unzähligen Objekte unter anderem in der Lehre seiner Studenten.
(Bildquelle: Smithsonian Institution Libraries)

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